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6 Tipps für Ihren Alltag als Texter

Tipps für Texter

Sie verdienen Ihr Geld mit dem Schreiben von Texten?

Sie sind Autor und sitzen gerade an Ihrem ersten Roman?

Das Verfassen von schönen und wirkungsvollen Texten ist Ihr täglich Brot?

Dann ist diese kleine Sammlung von Tipps genau richtig für Sie!

Die folgenden Empfehlungen sind für Ihren Alltag gedacht. Es geht nicht um Verbesserungen Ihres Schreibstils oder wie Sie an neue Aufträge kommen.
Ich gebe Ihnen meine Methoden an die Hand, mit denen ich tagtäglich arbeite.
Mir helfen diese Hinweise, jeden Tag gute Texte zu schreiben. Egal, in welchem Zustand ich morgens bin und unabhängig von meiner Motivation.

 

1. Fangen Sie an zu schreiben

Dieser Tipp ist der wichtigste von allen und ist dabei so simpel.
Fangen Sie an zu schreiben. Egal, wie Sie gerade gelaunt sind. Egal, ob Sie ein Motivationstief oder keine Inspiration haben.
Setzen Sie sich hin und legen Sie los. Wenn Ihnen für den ersten Satz nichts Sinnvolles einfällt, beginnen Sie mit dem zweiten. Oder dem Dritten. Oder dem Zehnten.

Wichtig ist erstmal nur, dass Sie anfangen. Nur dann kann sich Ihr Text entwickeln und Formen annehmen.

Glauben Sie mir, die Motivation und der berühmte Flow kommen irgendwann von ganz alleine. Wenn Sie die ersten Sätze geschrieben haben, beginnen Sie sich mit dem Text zu identifizieren. Sie tauchen gedanklich ein in diese Welt und sind plötzlich eins mit ihr.

Auch Stephen King, einer der größten Autoren unserer Zeit, schreibt einfach nur einen Satz nach dem anderen. Jedenfalls behauptet er das von sich selbst.
Machen Sie es wie Stephen King.
Schreiben Sie Satz für Satz.

Anmerkung: Sie sollten immer eine Struktur Ihres Textes erstellen, bevor Sie mit dem Schreiben anfangen. Was wollen Sie mit dem Text sagen und wie wollen Sie auf diese Aussage hinarbeiten
W
enn die Struktur einmal steht, fangen Sie an zu tippen. Dann ist es auch egal, wo Sie mit dem Schreiben anfangen. Sie wissen ja jetzt, was in welchem Abschnitt wichtig ist.

 

2. Konzentrieren Sie sich

Konzentrieren Sie sich nur auf das Schreiben. Schaffen Sie sich einen Raum, in dem Sie möglichst wenig Ablenkung haben.
Schalten Sie Ihr Handy aus und schließen Sie alle anderen Fenster an Ihrem Computer. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, deaktivieren Sie die Internetverbindung.
Richten Sie sich alles so ein, dass es nur noch Sie und das weiße Blatt gibt.

Ablenkungen sind beim Schreiben nicht nur nervig, sie kosten auch viel Zeit.
Forscher haben herausgefunden, dass der Mensch nach einer Ablenkung 20 Minuten braucht, um wieder ganz in seiner ursprünglichen Tätigkeit anzukommen.

20 Minuten!!!

Wenn Sie dreimal in der Stunde abgelenkt werden, war die Stunde für den A… Vermeiden Sie Ablenkungen also so gut wie möglich.

Ein Hinweis hierzu: Sie sollten die Recherchen für Ihren Text abgeschlossen haben, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen. Das spart Ihnen nicht nur wiederkehrende Ablenkungen, es macht auch das Internet für die Zeit des Schreibens überflüssig.
Markieren Sie sich notfalls Passagen, zu denen Sie noch zusätzliche Informationen brauchen.

 

3. Schreiben Sie den Text erst zu Ende und korrigieren Sie später

Dieser Tipp mag sich für Sie zu Anfang etwas komisch anhören. Mir ging es genauso. Mit der Zeit habe ich aber erkannt, dass dieser Tipp Gold wert ist. Er kann Ihnen viel Zeit sparen.

Schreiben Sie Ihren Text zu Ende, bevor Sie mit den Korrekturen anfangen.
Damit meine ich nicht die kleinen Tippfehler, die können Sie sofort korrigieren. Es geht mir um die Formulierungen, die Zusammenhänge. Lassen Sie diese erst einmal so wie sie sind.

Der erste Entwurf eines Textes ist zu 95% Mist. Immer. Klick um zu Tweeten

Es bringt also nichts, bereits in diesem ersten Entwurf zu korrigieren wie der leibhaftige Tipp-Ex.

Sie erreichen dadurch nur, dass Sie nicht vorankommen. Sie werden am ersten Satz arbeiten, bis dieser perfekt ist (und glauben Sie mir, das ist er noch lange nicht). Lassen Sie es sein!
Schreiben Sie Ihren Text zu Ende und geben Sie ihm und sich etwas Ruhe.
Dann machen Sie sich an die Überarbeitung und können umformulieren und streichen.

 

4. Ziele setzen

Legen Sie sich ein Ziel für den Tag fest und nehmen Sie dieses ernst. So werden Sie auch dann an deinem Text sitzen bleiben, wenn Ihre Lieblingsserie schon angefangen hat (falls sie nicht als Stream läuft). Ihr Ziel kann dabei unterschiedlich sein.

Standardmäßig liest man etwas von X Wörtern, die man pro Tag schreiben soll. Das halte ich grundsätzlich für sehr sinnvoll. Denn wie der Sportler und der Musiker, wird auch der Autor nur durch regelmäßiges Üben besser. Tägliches Üben ist für ihn also genauso Pflicht wie für den Konzertpianisten.

Es gibt aber auch Tage, wo Sie nur einen kurzen Text schreiben und den Rest des Tages korrigieren. Planen Sie diese Korrekturen auch in Ihrer Zielsetzung mit ein. Sie nehmen sie so ernst und machen sie auch wirklich.
Die Korrekturen werden gleichwertig mit dem Schreiben. Wie in Punkt 3 erläutert, sind die Korrekturen fast noch wichtiger als das Schreiben, denn Ihr erster Entwurf ist eh Schrott.

Das Aufnehmen von Korrekturen in Ihren Plan ist außerdem wichtig für Ihr Selbstwertgefühl. Wenn Sie am Ende des Tages Ihr Schaffen überprüfen und dort „nur“ 500 Wörter stehen, kann das frustrierend sein. Wenn Sie aber dazu noch drei Texte fein geschliffen haben, war der Tag überragend.

 

5. Nutzen Sie Ihre Schatztruhe

Als Schatztruhe bezeichne ich ein Dokument, in dem Sie herausragende Wörter, Sätze und Formulierungen gespeichert haben.
Andere Leute nennen es Goldkiste, Swipe File oder einfach nur Vorlagendokument (schönes Beamtendeutsch).

Diese Schatztruhe füllen Sie regelmäßig mit Leben. Dort schreiben Sie immer auf, wenn Ihnen irgendwo eine tolle Formulierung begegnet. Mit der Zeit wird sich so ein richtiger Schatz an tollen Formulierungen anhäufen.
Achtung: Ich spreche hier nicht von Zitaten, die Sie sammeln. In Ihre Schatztruhe kommen gute Formulierungen, keine Weisheiten. Gut, manchmal ist das identisch. Aber Sie wissen, was ich meine. Diese Formulierungen holen Sie dann für Ihre Texte immer mal wieder hervor.

Es geht dabei nicht um stumpfes Kopieren.
Aber Sie musst das Rad auch nicht neu erfinden. Es gibt unzählige tolle Wortspiele, die man für seine eigenen Texte nutzen kann.

Ich selber nutze viele Vorlagen nicht Wort für Wort. Mir gefällt häufig der Sinn, den der Autor damit ausdrückt. Diesen übernehme ich für mein eigenes Dokument ein und passe die Worte entsprechend an. Dadurch entstehen tolle Sätze.

 

6. Nutzen Sie den Duden (oder ein anderes Wörterbuch)

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber ich sage es trotzdem.
Gut lesbare Texte sind eine absolute Grundvoraussetzung.
Der Leser biegt gedanklich sofort ab, wenn er den Inhalt nicht mehr versteht.
Sollten Sie für andere schreiben, ist es zudem peinlich, wenn Sie einen Text voller Fehler abgeben.

Mit der Grammatik verhält es sich ähnlich. Auch diese müssen Sie beherrschen.Im Gegensatz zur Rechtschreibung können Sie mit dieser spielen. Das funktioniert aber nur, wenn Sie verstehen, was Sie gerade (absichtlich) falsch machen. Wenn Sie die Grammatik aus Unwissenheit kaputt machen, wird der Leser das merken.

Sowohl Rechtschreib-, als auch Grammatikfehler lassen sich einfach vermeiden.
Nutzen Sie ein Wörterbuch!
Sobald Sie sich unsicher sind, schauen Sie dort nach. Es ist besser, für einen fehlerfreien Text eine Stunde länger zu brauchen als einen Text voller Fehler schnell abzugeben.

Das sieht nicht nur schlecht aus, es schadet auch Ihnen und Ihrem Ruf.

 

Bonus-Tipp: Loben Sie sich!

Sagen Sie sich, wie toll Sie sind!
Sie haben sich ein Tagesziel gesteckt und dieses erreicht.
Warum sollten Sie sich dafür nicht selber auf die Schulter klopfen?

Zu oft vergessen wir, was wir alles an einem Tag geschafft haben. Wenn Sie Ihre Ziele erreicht haben, dann führen Sie sich das auch vor Augen.
Mindestens ein „Sehr gut. Ich habe heute erreicht, was ich wollte.“ sollte wohl drin sein.
Diese kleine Ansprache lässt Sie den Tag mit einem guten Gefühl beenden und bringt Ihnen Motivation für den nächsten Tag.

 

Haben Sie noch weitere Tipps?
Schreiben Sie es mir in den Kommentaren!

Glück auf,
Stephan Hütter

 

Bildquelle:
Photo by rawpixel.com on Unsplash

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